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Kino für Kinder - das bot eine ganze Woche lang das Kinder- und Jugendfilmfest Michel. Es gab jede Menge spannender Filme und viele Aktonen rund um das Kino. Am Donnerstag war dann die Preisverleihung, auf der die heißbegehrten Preise vergeben wurden.
Zehn der insgesamt zwölf Filme haben um zwei Filmpreisekonkurriert: den Jurypreis "Michel" und den Publikumspreis. Nachdem sich die Kinder die Wartezeit mit Tanzeinlagen und lautstarkem Gesang vertrieben hatten wurden die Gewinnerfilme geehrt. Der Publikumspreis ging an den Film "Schmetterlinge" aus Schweden.
Der Regisseur Kjell-Ake Andesson konnte zwar nicht so schnell nach Hamburg kommen, er hat sich dennoch riesig über den Preis gefreut. Eine E-Mail von ihm an das Publikum wurde von der Kulturbeauftragten des schwedischen Konsulates in Hamburg verlesen - auf schwedisch.
Dermit 5.000 Euro dotierte Preis der Kinderjury, die zusammen mit dem Schirmherren des Festivals, Jürgen Vogel in bester Laune, den vielen Zuschauern von ihrer Entscheidung und ihrer Arbeit erzählten, ging an den australischen Film "Hey Hey, hier Esther Blueburger" über die 13-jährige Esther, eine Außenseiterin, die sich gegen ihre verbohrte Umwelt zu wehren weiß. Natürlich konnte die Regisseurin Cathy Randall gar nicht so schnell aus Australien nach Hamburg kommen, um den Preis entgegen zu nehmen. Das tat für sie die australische Opernsängerin Miriam Gordon-Stewart, die sich ganz doll bei allen bedankte und sich freute, dass der Preis nach Australien geht.
Da aber der Jury viele Filme gut gefallen hatten, sprach sie auch noch zwei "lobende Erwähungen" aus: Einmal an den Publikumspreisgewinner "Schmetterlinge" und an den kanadischen Film "Home Run", über einen Jungen, der von einer Baseball-Karriere träumt.
Zum Abschluss gab es dann nach den ganzen Preisen noch den Film "Jasper" zu sehen. Und alle Kinder freuten sich schon riesig auf die Premiere und wollten die Zeichentrick-Geschichte des kleinen Pinguin nun auch sehen. Der kleine Pinguin Jasper macht sich mit einem Kreuzfahrtschiff auf die Reise, um noch mehr als Schnee und Eis zu sehen. So eine Reise kann natürlich nicht ohne Komplikationen verlaufen.
Besonders freuen konnten sich die Fans der "Pfefferkörner". Gleich zwei neue Folgen der spannenden Serie liefen im Kino. Ihr konntet zum ersten Mal die fünf Pfefferkörner Yeliz, Laurenz, Lilly, Karol und Marie auf großer Leinwand sehen.Gezeigt wurden die Folgen "Schwanenmord" und "Bildertausch", die es erst im nächsten Jahr im Fernsehen zu sehen gibt. Mehr Informationen zu den Pfefferkörnern gibt es hier.
Im Anschluss an den Film konntet ihr den Machern der "Pfefferkörner" auch Fragen stellen, die bei der Vorstellung dabei waren. Nach der Vorstellung gab es die Möglichkeit, sich auf einer "Locationtour" die Drehorte einmal anzuschauen.
Daneben gab es aber noch viele andere interessante Filme. Eröffnet wird der Filmfest mit dem Film "SOS - Ein spannender Sommer". Die zwölfjährige Noora verbringt mit ihren Eltern und ihrem kleine Bruder ihre Ferien auf einer norwegischen Insel. Auf der Insel gibt es auch Robbenjäger - und das kann Noora nicht verstehen. Darum versteckt sie ein Robbenbaby und die Geschichte nimmt ihren Lauf...
Der Regisseur Arne Lindtner Naess war bei der Vorführung des Films anwesend und hat jede Menge Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.
Gezeigt wurden Filme aus aller Welt: aus Griechenland, aus Serbien oder Australien. "Wir wollten fremde und neue Welten zeigen", sagt Julia Meyer-Grieben, die zusammen mit ihrem Kollegen Hajo Schäfer das Kinder- und Jugendfilmfest organisiert. "Mir gefällt es, im Kio zu sitzen und sich dann in andere Rollen zu versetzen", erzählt Julia. Das geht besonders gut, wie sie findet, bei dem Film "Hey Hey, hier Esther Blueburger". Ein Film über ein Mädchen, die von allen gehänselt wird, bis sie die coole Sunnie trifft.
Ein besonders schräger Film war der der Puppenfilm "31 Minuten". Der kleine Juanin wird von der Millionärin Cachirula entführt. Natürlich machen sich die Freunde von Juanin auf den Weg, um ihn zu retten. Eine wilde und turbulente Jagd beginnt!
Begeisterte Schüler lasen aus Drehbüchern der Pfefferkörner und spielten Szenen nach.