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Am Morgen des 28. Dezember 1978 liegt die Temperatur in ganz Deutschland bei etwa zehn Grad über Null - typisches Weihnachtstauwetter. Dann ändert sich das Wetter schlagartig: Über Norddeutschland legen sich kalte Luftmassen von bis zu 47 Grad Minus und feuchtwarme Atlantikluft übereinander. Mittags fallen in Flensburg ein paar Regentropfen, dann Schneeflocken. Am Nachmittag und in der Nacht stürzen die Temperaturen plötzlich um bis zu 30 Grad Celsius. Zum Jahreswechsel 1978/79 versinkt der Norden Deutschlands im Schnee.
In meterhohen Schneeverwehungen bleiben Hunderte Fahrzeuge auf Landstraßen und Autobahnen liegen, Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten und Stromleitungen brechen unter der Last von Eis und Schnee zusammen. Tausende Helfer sind im Einsatz. Bundesweit bekannt werden die sogenannten "Heli-Babys". Etliche Schwangere wurden mit Hubschraubern der Bundeswehr zur Entbindung in Krankenhäuser geflogen.
Sechs Wochen später, am 13. Februar, führt eine identische Wetterlage wie zum Jahreswechsel zu einem erneuten Schneechaos. Insgesamt 17 Menschen kommen in dem ungewöhnlich harten Winter ums Leben. Wie haben Norddeutsche das weiße Chaos erlebt? NDR Online hat nachgefragt und gibt einen Überblick über die Schneekatastrophe in Norddeutschland - in Wort und Bild.
Im Winter 1997 lag Büdelsdorf unter einer tiefen Schneeschicht. Familie Neubauer berichtet von ihren Eindrücken. Ein Beitrag der Sendung "Meine Filme - unsere Geschichte".
Im Winter 1997 lag Büdelsdorf unter einer tiefen Schneeschicht. Familie Neubauer berichtet von ihren Eindrücken. Ein Beitrag der Sendung "Meine Filme - unsere Geschichte".
Länge: 6:10 Minuten
Ursula Erdmann musste am Silvesterabend zum Dienst.
Länge: 2:32 Minuten
Max Schwerdter aus Dranske berichtet, wie die Belieferung mit Broten organisiert wurde.
Länge: 0:31 Minuten
Frau Brinkmann war mit ihren Kindern von Stralsund bis nach Rostock sieben Stunden im Schneechaos unterwegs.
Länge: 2:38 Minuten
Mit dem Schneeschieber wurde Hartmut Schmidt mit seinen Freunden zur Silvesterparty gefahren.
Länge: 1:55 Minuten
Mitarbeiter der Kreisleitstelle in Storman erinnern sich.
Länge: 4:00 Minuten
Einwohner des drei Tage von der Außenwelt abgeschnittenen Dorfes Suurhusen in Ostfriesland blicken zurück.
Länge: 3:55 Minuten
Im Extremwinter 1978/79 wurde auch scharfe Kritik am NDR geäußert. Kommentar von Thietmar Hambach und Annegret Ströh.
Länge: 5:11 Minuten
Als der Norden im Schnee versank. Sehen Sie hier die Original Tagesschau-Videos von damals.
Auszüge aus den Berichten des Deutschen Wetterdienstes als Download zum Herunterladen.
Eindrucksvolle Aufnahmen des Rüganers Egon Nehls (MDR).
Matthias Jaeneke, ehemaliger Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes, über die Schneekatastrophe aus meteorologischer Sicht.
Fotos, Hintergrund und weiterführende Links. Informationen des Meteorologen und Geophysikers Thomas Sävert.
Wissenswertes zum Hergang der Katastrophe, zur großangelegten Rettungsaktion und zu neuen Deichkonzepten.
Es war ein Desaster in jeder Hinsicht: der bis heute größte Waldbrand in der Bundesrepublik Deutschland im Sommer 1975.
Bei der Katastrophe starben am 3. Juni 1998 101 Menschen, über 100 wurden verletzt.
Am 25. Oktober 1998 bricht auf dem Frachter "Pallas" Feuer aus. An der Nordseeküste nimmt das Drama seinen Lauf.
Dort, wo einmal Erz abgebaut wurde, stehen heute Windkraftanlagen. Was sich 1963 im Erzbergwerk Lengede abspielte, bleibt unvergessen. Die Geschichte einer unglaublichen Rettung.