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Nach den schweren Krawallen am Rande der G8-Proteste in Rostock sind am Mittwoch sieben weitere festgenommene Personen in Schnellverfahren zu bis zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Rostock befand sie für schuldig, Steine auf Polizisten geworfen zu haben. Unter den 20 bis 29 Jahre alten Verurteilten waren drei Deutsche, zwei Spanier, ein Russe und ein Pole. Zwei der Verurteilten hatten Steinwürfe gestanden und sich entschuldigt. Sie wurden daher nur zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Die anderen Verurteilten erhielten neun Monate Gefängnisstrafe wegen versuchter Körperverletzung beziehungsweise zehn Monate, weil ein Polizist einer Zeugenaussage zufolge von einem Stein auch getroffen worden war.
Teilweise kritisierten die Anwälte die Anwendung des beschleunigten Verfahrens mit verkürzter Beweisaufnahme als politisch motiviert. Das Gericht stehe unter dem Druck, dem von Medien geschürten Volkszorn über die Krawalle nachgeben zu müssen. Einzelne Verteidiger kündigten an, in Berufung zu gehen, um ein reguläres Verfahren zu erzwingen.
Bereits am Dienstag war der erste der ermittelten Steinewerfer verurteilt worden. Der 31-Jährige aus Baden-Württemberg erhielt eine zehnmonatige Haftstrafe ohne Bewährung. Wie das Amtsgericht Rostock mitteilte, hatte der nicht vorbestrafte Mann "mehrfach mit Steinen gezielt nach Polizisten" geworfen.
Bei den schweren Ausschreitungen am Sonnabend waren etwa 130 G8-Gegner festgenommen worden. Knapp 1.000 Menschen wurden verletzt - 433 Polizisten und 520 Demonstranten.
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Vor dem G8-Gipfel tagten die Außenminister der 43 Asem-Länder in Hamburg. Ziel war es, die Kontakte der Länder zu intensivieren.
Ein Dossier über den G8-Gipfel von Heiligendamm und seine Kritiker.
Karten und Fakten zu Armut, Entwicklung und Welthandel
Informationen der Bundesregierung zum G8-Gipfel
Die Polizeitruppe Kavala war für die Sicherheit während des Treffens zuständig.