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Die "Karlsruhe" ist wieder zu Hause. Als erstes Schiff der Deutschen Marine kehrte die Fregatte am Sonnabend vom Einsatz gegen Piraten am Horn von Afrika zurück. Es sei keine Mission wie alle anderen gewesen, sagte der Kommandant des Schiffes, Fregattenkapitän Hans-Joachim Kuhfahl, nach dem Anlegen. "Es ist das erste Mal, dass man sagen kann, es war ein Kampfeinsatz." Diese Fahrt der "Karlsruhe" habe Marine-Geschichte geschrieben.
Das Schiff mit seinen 220 Besatzungsmitgliedern lief nach mehr als sechs Monaten im Einsatz am Vormittag in den größten deutschen Flottenstützpunkt ein. Mehr als 1.000 Angehörige und Freunde begrüßten die Soldaten mit Transparenten, Luftballons und Blumen. Die "Karlsruhe" sollte eigentlich bereits vor Weihnachten wieder in die Heimat zurückkehren. Im Dezember wurde sie dann aber für die EU-Mission "Atalanta" vor die Küste Somalias beordert, um Angriffe von Piraten auf Frachter abzuwehren. Der Bundestag hatte die Beteiligung nach einer Vielzahl von Piratenangriffen auf Handelsschiffe beschlossen. Die Deutsche Marine kann sich mit bis zu 1.400 Soldaten an der EU-Operation beteiligen.
Die Besatzung habe in vielen Situationen Auseinandersetzungen mit Piraten gehabt, sagte Kuhfahl. Die hätten allerdings meist ihre Kalaschnikows oder Panzerfäuste ins Wasser geworfen, wenn die Fregatte auf sie zugelaufen sei. Außerdem rettete die Besatzung der "Karlsruhe" 44 somalischen Flüchtlingen das Leben. Abgelöst wurde das Schiff von der Fregatte "Rheinland-Pfalz", die Ende Januar in Wilhelmshaven ausgelaufen war.
NDR Info Reporterin Jutta Przygoda hat Reedereien und Sicherheitsexperten im Nordwesten gefragt, was sie von den Marine-Einsätzen der Bundeswehr gegen Piraten erwarten.
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