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Dreiste Diebe haben in Göttingen für Aufsehen gesorgt: Sie entwendeten die vergoldete Spitze der Jacobi-Kirche. Das Kreuz und die Wetterfahne aus vergoldetem Kupfer sowie zwei Verbindungsstangen seien spurlos verschwunden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag und bestätige damit einen Bericht des "Göttinger Tageblattes". Die Turmbekrönung ist insgesamt vier Meter hoch und etwa 30 Kilogramm schwer. Sie hat einen Wert von rund 10.000 Euro.
Diebe haben die Spitze der Jacobikirche in der Göttinger Innenstadt entwendet.
Der 72 Meter hohe Turm der evangelischen Kirche St. Jacobi wird seit mehreren Monaten wegen erheblicher Schäden durch Verwitterung saniert und ist deshalb eingerüstet. Vermutlich seien die Täter über das Gerüst in die Höhe geklettert, sagte der Polizeisprecher. Wann genau die Turmspitze abmontiert wurde, ist noch unklar. Arbeiter hatten das Fehlen bereits vor einiger Zeit bemerkt. Sie dachten allerdings, andere Handwerker hätten Kreuz und Wetterfahne wegen der Sanierungsarbeiten entfernt. Erst jetzt sei klar geworden, dass sie gestohlen wurden.
Nach Angaben der Polizei kann der Diebstahl dank der Bilder eines Hobby-Fotografen jedoch zeitlich eingegrenzt werden. Auf einem Bild vom 5. Oktober sei die vergoldete Spitze noch vorhanden, auf einem Foto vom 14. Oktober habe sie gefehlt. Irgendwann in der Zwischenzeit hätten die Täter wohl zugeschlagen.
Der Kirchturm ist das höchste Bauwerk in der Innenstadt und eines der Göttinger Wahrzeichen. Er wurde im 15. Jahrhundert gebaut. Mehrfach zerstörten Blitze die Turmbekrönung. Die gegenwärtigen Sanierungsarbeiten an der Jacobi-Kirche sollen noch mehrere Jahre dauern. Nach Angaben der Kirchenleitung werden sie voraussichtlich insgesamt sieben Millionen Euro kosten.
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