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Niedersachsens Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) will eine Untersuchung zur NS-Vergangenheit früherer Abgeordneter auf den Weg bringen. Er wolle am 18. März dem Ältestenrat des Parlaments den Untersuchungsauftrag zur Beratung präsentieren, sagte Dinkla in Hannover. Die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen soll die Aufarbeitung übernehmen.
Die Studie wird nach Dinklas Schätzung eineinhalb bis zwei Jahre dauern. Der Vorsitzende der Historischen Kommission, der Osnabrücker Geschichtsprofessor Thomas Vogtherr, bezeichnete die Aufgabe als schwierig und arbeitsaufwendig: Die Forscher müssten rund 750 Biografien ehemaliger Landtagsabgeordneter in mehreren Archiven aufspüren. Bei der Studie soll es um die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags seit Gründung des Landes 1946 gehen, aber auch um die Landtage Braunschweig und Oldenburg 1945 bis 1946.
Den Anstoß gab eine Ende Oktober 2008 vorgestellte Studie der Linksfraktion. In ihrem Auftrag hatte der Oldenburger Historiker Peter Klausch die Vergangenheit von knapp 300 Parlamentariern von CDU, FDP und Deutscher Partei (DP) untersucht. Bei 71 von ihnen sei eine NSDAP-Mitgliedschaft nachgewiesen worden, sagte damals der Vizefraktionschef der Linken, Hans-Henning Adler. Die neue Landtags-Untersuchung dürfe sich aber nicht nur auf Abgeordnete von CDU und FDP beziehen, so Dinkla.
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