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In Lüneburg sind am Sonnabend rund 2.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten zu demonstrieren. Rund 60 Gruppen und Initiativen hatten zum friedlichen Protest unter dem Motto "Lüneburg ist bunt - Gegen Rechtsextremismus und Rassismus" aufgerufen.
Zu gewalttätigen Angriffen kam es laut Polizei aus den Reihen der rund 250 Anhänger der rechten Szene. Der Grund: Die Polizei hatte die Kundgebung der Rechtsextremisten kurzfristig verboten. Eine Sitzblockade von etwa 170 Gegendemonstranten hatte den Rechtsextremisten den Weg versperrt. Laut Polizei lehnten die angereisten Anhänger der rechten Szene die angebotene Ausweichstrecke ab. Die Polizei löste die Sitzblockade auf. Sie stellte unter anderem Feuerwerkskörper, Schlagwaffen und Reizgas sicher.
Insgesamt wurden 190 Strafverfahren eingeleitet. Die Blockierer müssen sich wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz verantworten, wie die Beamten mitteilten. Drei weitere Strafverfahren wurden wegen Widerstands gegen Polizisten und Beleidigung fällig. Gegen mehrere Rechtsextreme wurde Strafanzeige wegen Landfriedensbruch, Volksverhetzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und das Verwenden verfassungsfeindlicher Symobole erstattet. Insgesamt wurden bei den Demonstrationen elf Personen vorübergehend in Gewahrsam oder festgenommen.
Rund 2.000 Polizisten - auch aus anderen Bundesländern - waren in der Lüneburger Innenstadt im Einsatz. Das Verwaltungsgericht hatte im Vorfeld das Verbot der Stadt für die Demonstration der Rechtsextremisten gekippt. An dem Protestzug der Gegendemonstranten beteiligten sich Vertreter von Gewerkschaften, Kirchen und aus der Politik. Die Demonstranten verlangten die Schließung eines Ladens, der der rechten Szene zugeordnet wird. Vor dem Geschäft wollten Rechtsextremisten ursprünglich am Sonnabend "Mahnwachen" postieren.
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