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Der Winter hält Hamburgs Einsatzkräfte ordentlich auf Trab: Die Polizei registrierte am Dienstagmorgen doppelt so viele Unfälle wie an normalen Tagen. Angaben der Verkehrsleitstelle zufolge gab es in der Hansestadt bis zum Nachmittag rund 200 Unfälle, 80 davon allein zwischen sechs und zehn Uhr. Wie die Feuerwehr mitteilte, rücken die Rettungskräfte derzeit pro Tag zu 850 bis 1.200 Einsätzen aus. Der Durchschnitt liege sonst bei 630 Einsätzen. Derzeit würden 15 zusätzliche Rettungswagen eingesetzt. Auch die Stadtreinigung arbeitet nach eigenen Angaben auf Hochtouren und konzentriert sich auf das Sichern von Zebrastreifen und Mittelinseln. Danach könnten glatte Gehwege gestreut werden, hieß es. Am Montag hatte die Stadtreinigung angekündigt, den Winterdienst ab sofort mit 1.000 zusätzlichen Einsatzkräften zu verstärken. Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) sagte nach einem Krisentreffen mit den Bezirksamtsleitern, dass die "sehr, sehr schwierige Situation auf Hamburger Gehwegen nun spürbar verbessert werden" solle. Bei neuem Schneefall werde das Personal noch einmal um weitere rund 200 Personen aufgestockt.
Seit Dienstag früh ist eine Hotline geschaltet, unter der Anwohner nicht gestreute öffentliche Flächen melden können. Bereits in den ersten zwei Stunden gingen unter der Telefonnummer 040 - 25761313 mehrere Tausend Anrufe ein, wie NDR 90,3 berichtete. 18.900 Hamburger versuchten am ersten Tag, bei der Hotline durchzukommen. Aufgrund der vielen Anrufe war die Leitung deshalb meistens besetzt. Mehr als 3.500 Anrufer waren jedoch erfolgreich und sprachen mit Mitarbeitern der Stadtreinigung. Ein Sprecher sagte, die Meldungen der Bürger würden nun schrittweise abgearbeitet.
Im Hamburger Hafen traf in der Nacht zu Mittwoch ein Schiff mit neuem Streusalz ein. Informationen von NDR 90,3 zufolge hat die "Kerstin D." mehr als 2.500 Tonnen Salz an Bord. Der Winterdienst der Hansestadt habe 1.500 Tonnen davon bestellt, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung. Diese würden auch dringend benötigt, da die Lager nahezu leer seien. Die Stadtreinigung hat in diesem Winter bislang mehr als 20.000 Tonnen Streusalz verbraucht.
Eis und Schnee legen den Spielbetrieb auf den Fußballplätzen der Hansestadt weiter lahm. Da die derzeitigen Platzverhältnisse es nicht erlaubten, dort zu spielen, seien bis zum 21. Februar alle Pflichtspiele abgesagt, teilte der Hamburger Fußball-Verband (HFV) am Dienstag mit. Auch Testspiele dürfen auf den staatlichen Plätzen nicht stattfinden. Auf vereinseigenen Plätzen entscheiden nach HFV-Angaben die Vereine und der Schiedsrichter, ob Testspiele gespielt werden können.
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Eine Übersicht zum Wetter in Norddeutschland für heute und die kommenden Tage.
Angesichts der gefährlichen Situation auf Straßen und Gehwegen soll es nun mehrere Sofortmaßnahmen geben. (Meldung vom 08.02.2010)
In Hamburg kommt neues Salz später als erwartet, in Niedersachsen gibt es am Wochenende nur einen eingeschränkten Winterdienst. (Meldung vom 07.02.2010)
Erst am Montag werden die Straßenmeistereien wieder mit Streusalz versorgt. (Meldung vom 05.02.2010)
Viele Einsatzfahrzeuge der Ordnungshüter haben keine Winterreifen. (Meldung vom 05.02.2010)
Bis zum Wochenende sollen die Nebenstraßen frei sein. (Meldung vom 09.02.2010)
Kurz vor dem Jahreswechsel 1978/79 versinkt der Norden Deutschlands im Schnee. Der Verkehr liegt lahm, viele Orte sind von der Stromversorgung abgeschnitten.