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Werder Bremen muss weiter auf den ersten Sieg in der Bundesliga-Rückrunde warten. Die über die gesamte Spielzeit überlegenen Hanseaten kamen am Sonnabend zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Dabei hatten sich die Norddeutschen ein Dutzend Torchancen und 32 Torschüsse (!) herausgespielt. Die Bremer müssen ihre Hoffnungen auf eine Aufholjagd wohl endgültig begraben. Vier Tage vor dem UEFA-Cup-Heimspiel gegen den AC Mailand zeigten sie zwar eine spielerisch starke Vorstellung, scheiterten aber an den eigenen Nerven oder am unglaublich reaktionsschnellen Logan Bailly im Tor der Gladbacher. Die 42.100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion sahen zunächst einen verhaltenen Beginn, wurden dafür aber mit zwei guten Chancen innerhalb von vier Minuten entschädigt. Nach einem Eckball kam der Peruaner Claudio Pizarro, der nach seiner abgelaufenen Rotsperre wieder in die Startelf rückte, am Fünfmeterraum ungehindert zum Kopfball. Doch der Ex-Bremer Paul Stalteri rettete kurz vor der Linie (9.). Hugo Almeidas Direktabnahme nach einer Mesut-Özil-Flanke ging nur um Zentimeter links am Tor vorbei (13.).
Nun hatten die Nordlichter Appetit auf mehr. Sie drängten die Gladbacher in die eigene Hälfte, erspielten sich nach einer halben Stunde sechs Ecken und reichlich Chancen - vor allem das Sturmduo Pizzaro/Almeida. Weder der Peruaner (28./36.) noch Almeida (25./33.) konnten jedoch den Ball im Tor der Gladbacher unterbringen. Auch Özil, der bereits Borussias Torwart Logan Baily ausgespielt hatte, verpasste aus spitzem Winkel das 1:0 (26.). Und die Gladbacher? Die "Fohlen" hatten nur eine Möglichkeit durch Christian Dorda (23.), die aber Keeper Tim Wiese per Hechtsprung parierte. Noch vor der Pause reagierte Meyer auf die schwache Offensivleistung seines Teams und brachte mit Oliver Neuville (40.) einen zweiten Stürmer. Die Bremer zeigten sich in der zweiten Hälfte von dem Systemwechsel unbeeindruckt und bestimmten weiter das Geschehen auf dem Rasen. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. So verpasste Pizarro seinen elften Saisontreffer, als er mit links nur das Außennetz traf (50.).
Der Einbahnstraßen-Fußball im Weserstadion ging weiter. Nur acht Minuten später köpfte Torsten Frings gegen den Lauf von Baily, doch Dorda rettete für seinen geschlagenen Torwart vor der Linie. Auch in der 64., 71. und 72. Minute stand Gladbachs Keeper im Mittelpunkt: Erst lenkte er einen Schlenzer von Alexandros Tziolis mit den Fingerspitzen zur Ecke, parierte gegen Markus Rosenberg und Frings aus kurzer Distanz sensationell. Werder-Trainer Schaaf raufte sich ob der vergebenen Chancen am Seitenrand die Haare. Die Erlösung folgte in der 77. Minute durch den besten Spieler auf dem Platz: Pizarro köpfte nach einer Özil-Ecke das 1:0. Bitter: Im Gegenzug markierten die Gäste mit der ersten gelungenen Aktion den 1:1-Ausgleich (79.) durch Bradley. Werder brannte nun ein "Chancen-Feuerwerk" ab - scheiterte aber immer wieder am überragenden Torwart Baily oder an der Latte. "Das war Fußball auf ein Tor", kommentierte Schaaf. Umso ärgerlicher fand Manager Klaus Allofs den Gegentreffer kurz nach der Führung: "Das darf nicht passieren."
Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0)
Tore: 1:0 Pizarro (77.), Bradley (79.)
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Baumann - Frings, Tziolis - Özil - Pizarro, Hugo Almeida (54. Rosenberg)
Mönchengladbach: Bailly - Stalteri, Gohouri, Daems, Dorda (67. Paauwe) - Bradley, Galasek, Baumjohann - Matmour (75. Marin), Jantschke (40. Neuville) - Colautti
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