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Handball

23:22 - Kiel zittert sich gegen Löwen zum Sieg

THW-Schlussmann Thierry Omeyer © fishing4
große Bildversion anzeigen THW-Schlussmann Thierry Omeyer kam noch am ehesten an seine Normalform heran.

Drei Tage nach dem vorzeitigen Pokal-Aus beim 28:35 in Gummersbach hat Double-Gewinner THW Kiel am Mittwochabend in der Handball-Bundesliga mit viel Glück das Meisterschaftsrennen offen gehalten. Am Mittwochabend gewannen die Fördestädter mit 23:22 (9:11) das Top-Spiel bei den fünftplatzierten Rhein-Neckar Löwen und setzten sich bei einem ausgetragenen Spiel mehr vor den HSV Hamburg an die Tabellenspitze. Gegenüber der Pokal-Pleite am Sonntag zeigte sich das Team von Coach Alfred Gislason kaum verbessert und ließ im Angriff erneut viele Chancen ungenutzt. Trotz eines guten Auftakts mit einer frühen 3:0-Führung (7.), kamen die Löwen immer besser in die Partie und schafften durch einen wunderschönen Treffer von der eigenen Neun-Meter-Linie durch Olafur Stefansson den Ausgleich zum 7:7 (22.).

Ilic sorgt für Last-Minute-Entscheidung

Marcus Ahlm (M.) setzt sich im Zweikampf gegen Sergej Harbok (l.) durch © fishing4
große Bildversion anzeigen Der Schwede Marcus Ahlm (M.) traf zweimal gegen seinen ehemaligen THW-Mannschaftskameraden Henning Fritz im Tor der Löwen.

Den "Zebras" gelang vorne so gut wie nichts mehr, sodass die Mannschaften beim Stand von 11:9 für die Hausherren in die Kabine gingen. Auch nach dem Wechsel konnten die Norddeutschen ihre Verunsicherung nicht ablegen. Insgesamt fünfmal scheiterten die Gislason-Schützlinge vom Siebenmeterpunkt. Die Hausherren nutzten dies aus und bauten ihren Vorsprung beim 14:11 (35.) auf drei Tore aus. Die Gäste steckten jedoch nicht auf und fanden über den Kampf in die Partie zurück. Als Kim Andersson in Unterzahl zum 15:15 traf (42.), war die Partie wieder offen. Momir Ilic brachte die Schleswig-Holsteiner mit seinem Treffer zum 19:18 (48.) im zweiten Abschnitt erstmals in Führung. In der Folgezeit blieb die Partie bei wechselnder Führung hochspannend. 32 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Ilic der Siegtreffer. Bester Werfer bei den "Zebras" war Filip Jicha (7), Uwe Gensheimer war für die Gastgeber achtmal erfolgreich.

Hannover-Burgdorf bezwingt Göppingen

Dagegen gelang Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf im Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen eine Überraschung. Das Team von Coach Frank Carstens bezwang die Baden-Württemberger dank einer starken zweiten Hälfte dank sowie einer überragenden Leistung ihres Torhüters Nenad Puljezevicmit 30:29 (14:17) und sammelte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Niedersachsen lagen im ersten Abschnitt beim 5:10 (14.) bereits mit fünf Treffern zurück, kämpften sich jedoch wieder heran und gingen beim 24:23 durch Aivis Jurdzs (47.) erstmals in Führung. Bester Werfer für die Norddeutschen war Torge Johannsen mit acht Toren.

Die Partien im Überblick:

Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel 22:23 (11:9)
Tore für Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 8/6, Stefansson 6, Grötzki 2, Harbok 2, Bielecki 1, Gudjonsson 1, Klimovets 1, Manojlovic 1
THW Kiel: Jicha 7, Andersson 3/1, Ilic 3/1, Sprenger 3, Ahlm 2, Zeitz 2, Klein 1, Lundström 1, Palmarsson 1
Zuschauer: 13.200
Strafminuten: 4 / 4

TSV Hannover-Burgdorf - Frisch Auf Göppingen 30:29 (14:17)
Tore für TSV Hannover-Burgdorf: Johannsen 8, Friedrich 5, Bedzikowski 4, Jurdzs 4, Lehnhoff 3, Stelmokas 3, Brack 1, Habbe 1, Jonsson 1
Frisch Auf Göppingen: Kaufmann 10, Thiede 8, Haaß 4/1, Oprea 3, Schöne 3, Schweikardt 1
Zuschauer: 2.625
Strafminuten: 6 / 8

Stand: 10.02.2010 22:02
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