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Die Handballer des HSV haben sich im ersten Halbfinal-Duell in der Champions League gegen den spanischen Titelverteidiger BM Ciudad Real keine gute Ausgangsposition herausgespielt. Nach starkem Beginn bauten die Hamburger ab und verloren am Sonnabend in eigener Halle mit 29:30 (13:12). Der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb steht nun ein schwerer Gang zum Rückspiel bei den Iberern am 2. Mai bevor. Die 10.119 Zuschauer in der Color Line Arena sahen aber eine packende Partie, in der sich beide Teams zunächst nichts schenkten. Das wirkte sich auch auf das Ergebnis aus - 3:3 nach fünf Minuten. Danach übernahmen die Ballakrobaten von der Elbe das Kommando und setzten zu einem Zwischenspurt an, den Kreisläufer Bertrand Gille einläutete. Der Franzose, der trotz Rippenbruchs auf dem Parkett stand, brachte die Hanseaten mit 4:3 (6.) in Front. Es folgte ein 4:0-Lauf der Schwalb-Schützlinge zur 8:3 (10.)-Führung. Talant Duishebaew, Trainer von Ciudad Real, reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Diese brachte jedoch nichts ein. Die Nordlichter bauten ihren Vorsprung bis zur 15. Minute auf 11:5 (15.) aus.
Trotz des Rückstandes blieben die Spanier gelassen, gingen aggressiv zu Werke und brachten die Gastgeber nun mit schnellen Gegenstößen in Bedrängnis. Eine Minute vor der Halbzeit erzielte Real durch Roberto Entrerrios den 12:12-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel erhöhte sich jedoch die Fehlerquelle bei den Hamburgern - einfache Ballverluste und viele Fehlwürfe prägten nun das HSV-Spiel. Das wurde von dem dreimaligen spanischen Meister bestraft, der nun auf 22:17 (40.) davonzog. Der Bundesligadritte stemmte sich gegen die drohende Niederlage, konnte seine Aufholjagd aber erst nach Peter Metlicic’ Zwei-Minuten-Strafe beginnen: Torsten Jansen und zweimal Hans Lindberg verkürzten auf 23:24 (46.). Ersterer brachte seine Farben acht Minuten vor dem Ende wieder auf die Siegerstraße (26:25). Die Führung feierten die Zuschauer im weiten Rund mit der La-Ola-Welle, der Vorsprung hielt aber nicht lange.
Dank der Steigerung konnten die Hamburger die Niederlage zumindest im Rahmen halten. Hans Lindberg gelang mit dem Schlusspfiff der Treffer zum 29:30-Endstand. Der Däne war mit sechs Toren, darunter drei verwandelten Siebenmetern, bester Werfer des Spiels. Auf sechs Treffer kamen auch die BM-Akteure Siarhei Rutenka und Alberto Entrerrios. "Die besseren Chancen liegen jetzt bei Ciudad, aber es ist noch nichts passiert. Wir sind super ins Spiel gekommen. Nach der schnellen Führung sind wir aber ein bisschen eingebrochen", sagte Nationaltorhüter Johannes Bitter. "Am Anfang hat alles geklappt, aber es war schwer, dieses Niveau zu halten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Probleme gekriegt", analysierte Trainer Schwalb, der sich keinen Illusionen hingibt: "Ciudad ist zu 80 Prozent weiter, uns bleibt eine kleine Außenseiterchance."
HSV Hamburg - Ciudad Real 29:30 (13:12)
HSV-Tore: Lindberg (6/3), B. Gille (5), Lackovic (4), G. Gille (4), Hens (2), K. Lijewski (2), Schröder (2), Jansen (2), M. Lijewski (1), Grimm (1)
Beste Werfer für Ciudad: Källmann (6), Rutenka (6), Entrerrios (6)
Zuschauer: 10.000
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