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Die deutsch-österreichische Produktion "Die Fälscher" ist bei der 80. Oscar-Verleihung in Los Angeles mit dem Preis für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet worden. Mit Stefan Ruzowitzkys Drama ging erstmals ein Oscar nach Österreich. "Die Fälscher" wurde in Babelsberg gedreht und ist unter anderem mit norddeutscher Beteiligung entstanden: An der Produktion ist die Hamburger Firma "Magnolia Film" beteiligt, der Film wurde zudem mit Mitteln der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unterstützt.
Stefan Ruzowitzky erinnerte in seiner Dankesrede an österreichische Filmemacher wie Billy Wilder, Fred Zinnemann und Otto Preminger. "Die meisten von ihnen mussten mein Land wegen der Nazis verlassen, darum macht es Sinn, dass der erste österreichische Film, der einen Oscar gewinnt, von den Verbrechen der Nazis handelt", so der Regisseur. Im vergangenen Jahr erhielt Deutschland für das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" die begehrte Auszeichnung.
Ruzowitzkys ("Anatomie") Drama erzählt eine wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg: In den letzten Kriegsjahren wollen die Nationalsozialisten Großbritannien wirtschaftlich schaden. Unter der Anleitung des renommierten Fälschers Salomon Sorowitsch (Karl Markovics) entsteht deshalb im Konzentrationslager Sachsenhausen eine streng geheime Werkstatt, die englische Banknoten herstellen soll. SS-Offizier Herzog (Devid Striesow) herrscht über die privilegiert behandelten Drucker, Handwerker und Grafiker. Sie alle kämpfen mit ihrem Gewissen: Sollen sie das Projekt sabotieren und ihr Leben riskieren? Insbesondere der junge Drucker Adolf Burger (August Diehl) kämpft mit seinem Gewissen. "Die Fälscher" war im vergangenen Jahr sieben Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert, Devid Striesow erhielt den Preis als bester Nebendarsteller.
Ab dem 28. Februar wird "Die Fälscher" in ausgewählten Kinos wieder aufgeführt.
Nach ihrem Zusammenschluss hat die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein eine erste Bilanz gezogen. (Meldung vom 05.02.2008)
Informationen über die Oscar-Nacht bei tagesschau.de (Meldung vom 25. Februar 2008).